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International Migrants Day



In Nordrhein-Westfalen wird den kürzlich ausgebildeten Mediatorinnen und Mediatoren am Projektstandort Bochum im Rahmen der Integrationskonferenz ihr Zertifikat verliehen:

 

Datum: Dienstag, 18. August 2009
Zeit: ab 15:00 Uhr
Ort: Stadt Bochum, Bochumer Stadtarchiv,

Wittener Straße 47, 44789 Bochum 

 

15 Jahre AIDS & Mobility: Die Grundlagen der HIV-Prävention, Therapie und Pflege verbessern

 

Am 10. Februar 2009 fanden auf Einladung des EMZ die Feierlichkeiten zum 15-Jährigen Jubiläum von AIDS-Mobility-Europe statt. Daran nahmen geladene Gäste aus Politik und sozialen Einrichtungen aus Deutschland und aus mehreren Ländern Europas teil (Estland, Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Polen, Portugal, Tschechische Republik, Türkei), die sich seit langem stark mit der AIDS-Problematik auseinander setzen.

 

 

Der Erste Bürgermeister der Stadt Hannover, Bernd Strauch, unterstrich die enorme Wichtigkeit des EMZ bei der Präventionsarbeit für Migranten und der Zusammenarbeit. Ausreichende Information in Fragen HIV/AIDS-Erkrankung bei jungen Menschen aller Nationalitäten beschrieb er über Generationen hinweg als notwendig.

 

 

Gesine Meißner, Vorsitzende des Ausschusses für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit im Niedersächsischen Landtag, betonte stolz, dass das A&M-Projekt in Niedersachsen verwurzelt ist und folglich mehr Angebote im Gesundheitsbereich für die hiesigen Migranten bieten kann. Sie stellte nachhaltige Unterstützung für die Arbeit im Gesundheitsbereich in Aussicht.

 

 

Hans Hengelein, AIDS-Koordinator des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit, sagte in seinem Grußwort: „Das Projekt trägt dazu bei, das Thema AIDS zu enttabuisieren und MigrantInnen und Migranten zu motivieren und zu befähigen, ihre Gesundheit in eigenen Hände zu nehmen“.

 

 

Aus seinen persönlichen Erfahrungen in AIDS & Mobility ging Bryan Teixeira vom NAZ-Projekt in London einleitend auf die Rolle der Migranten in der HIV-Prävention ein. Er betonte die Wichtigkeit der Entstehung „einer stärkeren Stimme von Migranten“  - insbesondere forderte er auch eine größere Mitwirkung von jungen Migranten und von denen, die mit einer HIV-Erkrankung leben müssen.

 

 

Georg Bröring – ehemals Koordinator von AIDS & Mobility untersuchte im Auftrag der ECDC (European Center for Disease Control and Prevention, Stockholm) den „Zugang zu HIV-Prävention und Versorgung für Migranten in Europa“. Er wies auf die anhaltende Diskriminierung, Schwierigkeiten beim Zugang und nachdrücklich auf die Notwendigkeit von Verbesserungen auch in der Zusammenarbeit der EU mit den Herkunftsländern von Migranten hin.

 

 

Ramazan Salman setzte sich mit der Rolle soziale Unternehmer im Kampf gegen HIV-Diskriminierung auseinander. Er ehrte zugleich Paulo Jorge Vieira (Sohn Kapverdischer Migranten aus Lissabon), der sich in verschiedenen Projekten und Netzwerken aktiv und nachhaltig gegen HIV/AIDS engagiert. Er wurde mit einem von „Positive Action“ gestifteten Preis „AIDS & Mobility Young Social Entrepreneur“ ausgezeichnet. Schon als 17-Jähriger hatte Paulo Jorge Vieira begonnen mit jungen Migranten gegen Diskriminierung und Stigmatisierung von HIV-Infizierten und AIDS-Kranken energisch vorzugehen.

 

Matthias Wienold, Koordinator der EU-Projekte am EMZ gab abschließend zu bedenken, dass "AIDS für uns alle hoch auf der Tagesordnung stehen muss. Das EMZ fügt dem eine wichtige europäische Note hinzu: Das offene Gespräch und das Lernen fallen in der Muttersprache einfach leichter“.

 

 

Das AIDS & Mobility Projekt wird von Ramazan Salman (Geschäftsführer des EMZ e.V.) mit dem Ansatz geleitet, die kultursensible Aufklärung mit und für Migratinnen und Migranten umzusetzen und das Netzwerk der kulturspezifischen HIV/AIDS-Prävention in Europa zu erweitern.

 

 

Die sechs EU-Standortpartner, die ein Mediatorenangebot nach dem Vorbild des EMZ aufbauen sind in Brüssel, Istanbul, Kopenhagen, London, Rom und Tallin angesiedelt. Sie waren parallel zur Feier zu einem Arbeitstreffen in Hannover, um die Erfahrungen des EMZ in Hannover bei der Organisation und der Durchführung von AIDS-Präventions-Schulungen aufzunehmen. Sie machten sich im Rahmen des EU-Projekts „AIDS & Mobility 2008-2011“ mit der Aufbau- und der Durchführungsphase der Schulungen nach dem EMZ-Standard vertraut. Partner in weiteren sechzehn EU-Ländern nehmen an der Weiterentwicklung des Modells teil. Durch die Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen sollen mehr als 10.000 überwiegend Jugendliche Menschen erreicht werden.

 

 

In Hannover beginnen im September 2009 die Schulungen von Mediatoren. Gut integrierte und sozial motivierte (junge) Menschen können sich als AIDS-Mediatoren ausbilden lassen. Mehr Information zum Projekt und Kontaktdaten bietet die Website www.AIDS-Migration.de

Internationaler Tag der Migranten

 

Im Rahmen der Landeskonferenz „Interkulturelle Gesundheit in Niedersachsen“ am Internationalen Tag der Migranten haben wir mit Migrantinnen und Migranten, Fachkräften und der interessierten Öffentlichkeit das MiMi-Gesundheitsprojekt in Niedersachsen vorgestellt und diskutiert. Mehr als 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer machten sich am 18.12.2008 aus ganz Deutschland auf den Weg, um gemeinsam mit dem Ethno-Medizinischen Zentrum das Projekt in seinen Zusammenhängen von Migration, Gesundheit und Bildung zu reflektieren und zu feiern. Der Tag war eine bunte Mischung aus interessanten Vorträgen, produktiven Workshops, einem Markt der Möglichkeiten, kulinarischen Genüssen, schöner Musik und anregenden Begegnungen. Das Highlight war sicherlich die Übergabe der Zertifikate an die etwa 65 in Niedersachsen ausgebildeten Mediatorinnen und Mediatoren durch die Niedersächsische Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann. Gemeinsam mit Honey Deihimi, der Integrationsbeauftragten des Landes Niedersachsen und zahlreichen Vertreten aus Politik und Gesellschaft, gratulierte sie den stolzen Gesundheitsmediatoren, die schon zahlreiche ihrer Landsleute in muttersprachlichen Veranstaltungen zu Themen der Gesundheitsprävention informiert haben.

 

Die Protokolle der Workshops sowie Fotos und Presseberichte können Sie in der untenstehenden Dokumentation zur Landeskonferenz einsehen.

 

Auszeichnungen:

  • 2006 wurde dem MiMi-Projekt der Janssen-Cilag Zukunftspreis verliehen
  • 2006 mit dem „Gesundheitspreis Nordrhein- Westfalen“ ausgezeichnet
  • 2006 wird Ramazan Salman (Geschäftsführer des Ethno-Medizinischen Zentrums e.V.) von ASHOKA Deutschland zum Sozialunternehmer des Jahres (Social Entrepeneur) ernannt
  • November 2008 wird das MiMi-Projekt vom Rat der Nachhaltigkeit als Leuchtturm-Projekt ausgezeichnet.
  • Dezember 2008 wird Ramazan Salman (EMZ) zum „Social Entrepreneur 2008“ – einem von der Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship, „Capital“ und The Boston Consulting Group vergebenen Preis für „Unternehmer im sozialen Bereich“- verliehen.
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